Zum 15. März 2015 hat GLOBALG.A.P. eine eigene Registrierungsgebühr für Erzeuger von Blumen und Zierpflanzen eingeführt.

Der Markt für zertifizierte Blumen und Zierpflanzen verzeichnet ein hohes Wachstumspotenzial. Immer mehr Verbraucher wollen ihren Konsum verantwortungsbewusst gestalten und so reagiert der Handel mit der zunehmenden Aufnahme von Produkten, die ökologischen und/oder sozialen Kriterien entsprechen. Blumen und Zierpflanzen bilden hier keine Ausnahme.

Der GLOBALG.A.P. Lenkungsausschuss erkennt in der andauernden Entwicklung die Chance, den Markt zukünftig intensiver für seine zertifizierten Erzeugerbetriebe zu öffnen. Zwölf Jahre nach Einführung des GLOBALG.A.P. Standards für Blumen und Zierpflanzen - in Madrid 2003 - wurde daher in diesem Jahr entschieden, diesen Standard mit der Entwicklung von individuellen Branchenlösungen weiter zu qualifizieren und seine Wettbewerbsfähigkeit auszubauen.

„Wir wollen unsere gewachsene Expertise aus anderen Agrarbereichen auf den Standard für Blumen und Zierpflanzen übertragen und damit für unsere Lizenznehmer die Vorteile des Standards deutlich stärken“, so Dr. Kristian Möller, GLOBALG.A.P. Geschäftsführer.

Dazu gehören:

  •  Harmonisierung und Vereinfachung der Zertifizierungen
  • Verzicht auf doppelte Audits und damit Reduktion von Aufwand
  • zusammen mit den Erzeugern die Einführung einer kontinuierlichen Datenerhebung mit dem Ziel, den angeschlossenen Erzeugerbetrieben den systematischen  quantitativen und qualitativen Vergleich von Prozessen und Erzeugnissen zu ermöglichen
  • Ausbau des Standards um weitere (soziale) Kriterien
  • Aufbau einer deutschsprachigen Task Force zur Akquise im deutschen Einzelhandel
  • Planung und Umsetzung von Aktivitäten der Verbraucherkommunikation

Die geplante deutliche Mehrleistung erfordert andere personelle und finanzielle Ressourcen als in den zurückliegenden Jahren. Daher sollen die Mittel für den branchenspezifischen Ausbau des Standards für Blumen und Zierpflanzen ab Mitte 2015 über eine neue Festlegung der Registrierungsgebühr für Lizenznehmer eingebracht werden. Die allgemeine flächenbezogene Gebühr für pflanzliche Produktion wird umgestellt auf eine für Blumen und Zierpflanzen spezifische Registrierungsgebühr, die sich näher am Ertragswert der Branche orientiert. Auch wenn die notwendige Anpassung der seit zehn Jahren unveränderten Gebühr für viele Betriebe mit einer spürbaren Anhebung ihrer Kosten verbunden ist, setzt der Lenkungsausschuss auf das Verständnis seiner Lizenznehmer: „Eine solide wirtschaftliche Planung ist die Voraussetzung, den GLOBALG.A.P. Standard auch in der Blumenbranche zu einer festen Instanz werden zu lassen. Den Ausbau unseres Standards werden wir regelmäßig evaluieren und die bestimmungsgemäße Verwendung der Mittel wird für unsere Lizenznehmer jederzeit transparent nachvollziehbar sein“, verbürgt sich Guy Callebaut, Vorsitzender des GLOBALG.A.P. Lenkungsausschuss.

Weitere Informationen erhalten Erzeuger über ihre Zertifizierungsstellen sowie in Kürze auf der GLOBALG.A.P. Webseite.

Die Registrierungsgebühr für Produzenten basiert auf der Produktionsfläche, die in der Datenbank registriert wurde. Die Flächen werden in zwei Kategorien unterteilt: bedeckte und unbedeckte (Freiland-) Kulturen. Für mehrjährige Kulturen ist die Fläche, die für die Registrierungsgebühr berücksichtigt wird, die Produktionsfläche, z.B. junge bzw. nicht tragende Obstbäume bleiben unberücksichtigt. Auch im Falle von Zierpflanzen wie z.B. Christbäumen, bezieht sich die Registrierungsgebühr nur auf die im Laufe eines Jahres, während der Gültigkeit des Zertifikats, geerntete Fläche.
Um alle Informationen über die gesamte Anbaufläche zu erhalten, ist die Ertragsfläche als "Erste Ernte" und die Erntefläche als "Weitere Ernte" in der GLOBALG.A.P. Datenbank zu registrieren.

Die aktuelle Version der GLOBALG.A.P. Gebührenübersicht (fee table) finden Sie hier.

Hier können Sie die Pressemitteilung herunterladen.

Kontakt:

GLOBALG.A.P. c/o FoodPLUS GmbH
Anne Kafzyk
Certification Body Administration
T: +49 (0) 221-57993-86
Email: kafzyk@globalgap.org