Köln, 17. Juli 2014                                                               

Heute haben GLOBALG.A.P., die Nachhaltigkeitsinitiative SAI Platform (Sustainable Agriculture Initiative, SAI) und das Internationale Handelszentrum (ITC) die „ Declaration of Abu Dhabi for Global Food Security through Good Agricultural Practices“ (Erklärung zur globalen Lebensmittelsicherheit durch Gute Agrarpraxis) beschlossen. Die Declaration ist eine Einladung an die wichtigsten Interessengruppen im globalen Lebensmittelsektor, sich an einer neuen öffentlich-privaten Partnerschaftsinitiative zu beteiligen.

Indem sie alle bedeutenden Marktteilnehmer an einen Tisch bringt, zielt die Initiative auf die Ermittlung, Abstimmung und Umsetzung praktikabler und tragfähiger Lösungen, um den wachsenden Herausforderungen an eine globale Ernährungssicherung und Lebensmittelsicherheit zu begegnen.

Die Initiative ist ein öffentlicher Aufruf für die Zusammenarbeit auf globaler Ebene zur Entwicklung neuer Ansätze. Für Erzeuger auf der ganzen Welt soll es einfacher, kostengünstiger und attraktiver werden, sichere und nachhaltige Anbaupraktiken einzuführen, mit denen sie Zugang zu neuen Märkten erhalten. Darüber hinaus sollen diese Ansätze die Erzeuger bei der Sicherung ihrer Lebensgrundlage unterstützen, sowie Armut und Mangelernährung reduzieren.

Mit ihrer Teilnahmeerklärung zur Declaration of Abu Dhabi verpflichten sich die Partner zur Entwicklung von Lösungsansätzen, die einen Beitrag zur Produktivitätssteigerung in der Landwirtschaft leisten. Ziel der Initiative ist es, Lebensmittelsicherheit und -qualität zu gewährleisten und auf eine nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen, ohne Gefährdung der Biodiversität und Funktionsfähigkeit der Ökosysteme, zu setzen. SAI Platform, ITC und GLOBALG.A.P. unterstützen sie nachdrücklich und heißen weitere Interessegruppen willkommen.

„SAI Platform ist aus der Vision entstanden, ein gemeinsames Konzept von nachhaltiger Agrarwirtschaft zu entwickeln und Unternehmen praktische Umsetzungshilfen an die Hand zu geben, die landwirtschaftliche Rohstoffe beziehen,“ erklärt Dirk Jan de With, Vorsitzender von SAI Platform und stellvertretender Leiter des Unternehmensbereichs ‚Beschaffung nachhaltiger Rohstoffe‘ bei Unilever. „Indem man diese Vision ausweitet und die Zusammenarbeit mit Blick auf die Lebensmittelsicherheit intensiviert, erreicht man wesentlich mehr Erzeuger, und es bieten sich noch nie da gewesene Chancen zur Einführung nachhaltiger und sicherer Anbaupraktiken.”

„In einem sich rasch wandelnden Umfeld von Nachhaltigkeitsinitiativen und Guten Praktiken der internationalen Lebensmittelketten braucht man greifbare Instrumente und Partnerschaften,“ sagt Arancha González. „Aus diesem Grund unterstützt das ITC die Declaration of Abu Dhabi und fordert alle Akteure auf, sich an dieser gemeinsamen Anstrengung zu beteiligen, welche die globale Ernährungssicherung vorantreiben und sowohl Erzeugern, als auch Händlern, Einkäufern, Entscheidungsträgern und Verbrauchern zugute kommen wird.“

„Heutzutage dreht sich alles um das Thema Zusammenarbeit. Wir sind stolz darauf, Teil dieser Initiative zur Ernährungssicherung zu sein, die unseren Mitgliedern und 140.000 Erzeugern die Gelegenheit bietet, mit einem wesentlich größeren Spektrum an Unternehmen der Branche und Interessengruppen, vor allem mit Regierungen und Lebensmittelherstellern zusammenzuarbeiten,“ äußert sich Kristian Möller, CEO von GLOBALG.A.P.

Unter der Declaration of Abu Dhabi schließen sich öffentliche und private Partner zusammen, die sich zur Erarbeitung und Umsetzung von drei wesentlichen Maßnahmen verpflichten:

  1. ein gemeinsames Set guter landwirtschaftlicher Praxis
  2. ein von allen Akteuren anerkanntes System zur eindeutigen Identifizierung jedes landwirtschaftlichen Betriebs
  3. ein Mechanismus zur Sicherstellung des Engagements und der Berichterstattung von Partnern in der Lieferkette.

Die Abu Dhabi Set of Good Agricultural Practices basieren in jeder Hinsicht auf der etablierten und fortlaufenden Arbeit Guter Agrar- und Aquakulturpraktiken. Dazu gehören Lebensmittelsicherheit, Umweltverträglichkeit und soziale Verantwortung. Auch bereits bestehende Standards und Bewertungsinstrumente werden bei diesen Guten Praktiken berücksichtigt, die als allgemeingültige Formulierung von Nachhaltigkeitskriterien verstanden werden sollen und auf landwirtschaftliche Betriebe weltweit angewendet werden können.

Durch die Zusammenarbeit soll ein System zur eindeutigen Identifizierung jedes Betriebs entstehen, das außerdem ein öffentliches Berichterstattungssystem für Lieferketten etabliert. Die Abu Dhabi Set of Good Agricultural Practices, die eindeutige Identifizierung der Betriebe und die Verpflichtung zur Berichterstattung dienen als Grundlage, auf der diverse Trainings-, Bewertungs- und Verifizierungsprogramme aufgebaut, abgewandelt sowie die Auswirkungen gemessen werden können.

Im Rahmen des in Abu Dhabi stattfindenden GLOBALG.A.P. SUMMIT 2014 wird die Declaration am 28. Oktober 2014 mit einer Auftaktveranstaltung gefeiert. Sie steht unter der Schirmherrschaft von H.H. Sheikh Mansour Bin Zayed Al-Nahyan, stellvertr. Premierminister der VAE, Minister für Präsidentschaftsangelegenheiten und Chairman der Abu Dhabi Food Control Authority.

Eine neue Website geht eingehender auf die Declaration of Abu Dhabi ein. Weitere Informationen finden Sie unter www.declaration-of-abu-dhabi.org.

Hier können Sie die Pressemitteilung herunterladen.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie:

GLOBALG.A.P.: Claudia Meifert
International Trade Centre (ITC): Jarle Hetland
SAI Platform: Peter-Erik Ywema