Standard für die kontrollierte landwirtschaftliche Unternehmensführung

Gute Agrarpraxis, Aquakultur, landwirtschaftliche Nutztiere und Gartenbau werden im GLOBALG.A.P. Standard für die kontrollierte landwirtschaftliche Unternehmensführung (IFA) über folgende Aspekte abgedeckt:

  • Lebensmittelsicherheit und Rückverfolgbarkeit
  • Umwelt (einschließlich Biodiversität)
  • Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sowie soziale Belange
  • Tierschutz
  • Integrierter Pflanzenbau (ICM) und integrierter Pflanzenschutz (IPC)
  • Ein Qualitätsmanagementsystem (QMS) sowie eine „Gefahrenanalyse und kritische Kontrollpunkte“ (HACCP)

Der Standard fordert mehr Effizienz in der Produktion und trägt dazu bei, die Unternehmensleistung zu verbessern, indem die Verschwendung lebenswichtiger Ressourcen verringert wird. Zudem ist ein allgemeiner landwirtschaftlicher Ansatz notwendig, der bewährte Verfahren für künftige Generationen schafft.

Modularer Ansatz

Der GLOBALG.A.P. IFA-Standard V5 basiert auf einem modularen System, das den Produzenten ermöglicht, für mehrere Produktgruppen mit nur einem Audit zertifiziert zu werden. Er setzt sich wie folgt zusammen:

  • Allgemeines Regelwerk: Im allgemeinen Regelwerk sind die Kriterien für eine erfolgreiche Umsetzung der Kontrollpunkte und Kriterien (siehe unten) festgelegt. Zudem werden Richtlinien für die Verifizierung und die Regulierung des Standards vorgegeben.
     
  • Kontrollpunkte und Erfüllungskriterien: Hier werden die Anforderungen, die GLOBALG.A.P. für das Erreichen des Qualitätsstandards stellt, klar definiert.  

Die Kontrollpunkte und Erfüllungskriterien (CPCC) sind ebenfalls modular und setzen sich wie folgt zusammen:

  • Das Basismodul Gesamtbetrieb: Dieses Modul ist die Grundlage aller Standards und besteht aus sämtlichen Anforderungen, die alle Produzenten zuallererst erfüllen müssen, um zertifiziert zu werden.
  • Das Modul für Produktrichtungen: Hier werden eindeutige Kriterien auf Grundlage verschiedener Branchen der Lebensmittelproduktion festgelegt. GLOBALG.A.P. deckt drei Produktrichtungen ab: Pflanzen, landwirtschaftliche Nutztiere und Aquakultur. 
  • Das Modul für Produktgruppen: Diese CPCC decken alle Anforderungen für ein bestimmtes Produkt oder verschiedene Aspekte der Lebensmittelherstellung und Produktkette ab.

Für eine Zertifizierung muss der Produzent alle für seine Produktgruppe relevanten CPCCs erfüllen. Beim Anbau von Erdbeeren muss der Produzent beispielsweise die CPCC des Basismoduls Gesamtbetrieb, die des Basismoduls Pflanzen und die der Produktgruppe Obst und Gemüse erfüllen, um eine Zertifizierung nach dem GLOBALG.A.P. IFA-Standard für Obst und Gemüse zu erhalten.

GLOBALG.A.P. stellt zudem für jedes Modul eine Checkliste zur Verfügung, um die Produzenten dabei zu unterstützen, ihren Betrieb besser vorzubereiten und die erforderlichen Änderungen vorzunehmen, bevor der Kontrolleur einer Zertifizierungsstelle ein Audit oder eine Kontrolle durchführt.

Zertifizierungsoptionen

Option 1: Einzelproduzent mit oder ohne optionalem Qualitätsmanagementsystem

Option 2: Produzentengruppe mit verpflichtendem Qualitätsmanagementsystem

Quicklinks

Die aktuellsten Versionen des IFA-Standards und GFSI-Anerkennung
Klicken Sie hier, um zu erfahren, welche Versionen des IFA-Standards derzeit gültig sind oder demnächst veröffentlicht werden und welche Versionen nach GFSI anerkannt sind.

Standard für die kontrollierte landwirtschaftliche Unternehmensführung Version 6 – demnächst verfügbar
Klicken Sie hier, um mehr über die neueste Version des IFA-Standards, die 2022 veröffentlicht wird, zu erfahren.

Webinar zu Option 2

In fünf Schritten zur Zertifizierung