Zunehmende Forderungen nach mehr Tierwohl

In den letzten zehn Jahren ist Tierwohl ein Thema von stetig zunehmender Bedeutung für die Landwirtschaft geworden. Das gleiche gilt für die wachsende Aquakulturindustrie, also die Aufzucht von Fischen und anderer im Wasser lebender Arten.

GLOBALG.A.P betrachtet Tiergesundheit und Tierschutz seit jeher als einen entscheidenden Bestandteil guter Aquakulturpraxis und hat das Thema bereits in der ersten Fassung des GLOBALG.A.P. Standards für die kontrollierte landwirtschaftliche Unternehmensführung (IFA) für Aquakultur 2004 aufgegriffen. Im Laufe der Jahre wurden die Kriterien für Tierwohl mit jeder Überarbeitung des Standards aktualisiert und ausgeweitet. Derzeit sind fast 20 % der Kriterien des IFA-Standards für Aquakultur auf gute Tiergesundheits- und Tierschutzpraktiken ausgerichtet.

Kooperation, Kommunikation und Konsens

Um den Erwartungen des Marktes gerecht zu werden und die größeren Belange von Tierwohl in allen Aspekten auszuloten, ist GLOBALG.A.P. seit 2019 im Initiativkreis Tierschutzstandards Aquakultur aktiv.

Verbesserungen in der Branche

Einige der größten Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland sind Mitglied des Initiativkreises Tierschutzstandards Aquakultur, darunter Kaufland, ALDI (Nord und Süd), EDEKA, LIDL und REWE. Gespräche mit diesen Händlern im Rahmen des Initiativkreises Tierschutzstandards Aquakultur ermöglichen wertvolle Einblicke und leisten einen großen Beitrag zur Überarbeitung des GLOBALG.A.P. IFA-Standards für Aquakultur (IFA-Version 6), die 2022 veröffentlicht wird.

Wir bedanken uns beim Initiativkreis Tierschutzstandards Aquakultur für seine unermüdlichen Bemühungen, Akteure an einen Tisch zusammenzubringen und einen Konsens zu finden, der dem Wohl von Wassertieren dient und auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht.

https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/tierschutzstandards-aquakulturen-erhoehen